Sungei Buloh Wetland Reserve

Ein 139 Hektar großer Nationalpark im Nordwesten von Singapur ist die Sungei Buloh Wetland Reserve. Ursprünglich wurde das Gebiet für die Zucht von Fischen und Krabben genutzt, jedoch wurde dieser Zuchtbetrieb umgesiedelt und das Gebiet ausgebaut zu einem Naturpark. Premierminister Goh Chok Tong eröffnete 1993 den Park und im Januar 2002 wurde das Gebiet zu einem Naturschutzgebiet aufgewertet. Über das Mündungsgebiet von drei Flüssen erstreckt sich der Park und beherbergt Seen, kleine Tümpel, Mangrovenwälder und einen nachwachsenden Regenwald. Von Zugvögeln wird das Gebiet in der Zeit von September bis April besucht und ist, da es das letzte Ruhegebiet auf der malayischen Halbinsel darstellt, für diese von großer Bedeutung. Hier wurden schon insgesamt 126 Vogelarten registriert, die sich vor ihrem Weiterflug nach Süden hier ausruhen. Einen Lebensraum für etwa 200 Bindenwarane, diese können bis zu zwei Meter groß werden, bietet der Park und auch Wasserschlangen, Krebse, Schlammspringer sowie viele Fischarten sind hier zu finden.

Die Sungei Buloh Wetland Reserve verfügt über drei Rundwege. Auf Holzstegen führen diese Wege teilweise direkt durch die Mangrovenwälder, welches ein echtes Erlebnis darstellt. Ungestört kann man die Vögel auf einem der Beobachtungsstände beobachten. Diese sind teilweise sogar für den Notfall mit Funktelefonen ausgestattet. Einen beeindruckenden Blick über den Park bieten die zwei Aussichtstürme. Eine Ausstellung über Flora und Fauna des Gebiets sowie ein kleines Café beherbergt das Besucherzentrum am Eingang der Sungei Buloh Wetland Reserve. Der Naturpark wird von vielen Naturforschern besucht und auch Schulklassen, für welche speziell ein "outdoor classroom" zur Verfügung gestellt wird, besuchen regelmäßig dieses Gebiet.