Sri Mariamman Tempel

Der älteste Hindu-Tempel in Singapur ist der Sri Mariamman Tempel. Er wurde 1827 von Naraina Pillai, acht Jahre, nachdem die British East India Company in Singapur ein Handelsgebiet errichtete, erbaut. Der Tempel wurde aus einer Holzkonstruktion errichtet und später in seinen heutigen Zustand umgebaut. Im Jahr 1831 wurde der Tempel erweitert, als ein Privates Grundstück rund um den Tempel gestiftet wurde. Die ältesten Teile seit der Entstehung sind auf das Jahr 1843 datiert und weitere Erweiterungen und Änderungen wurden nachträglich im Laufe der Zeit hinzugefügt. Der Hauptteil der heutigen Struktur wurde zwischen1862 und 1863 errichtet. Von Beginn an war der Tempel Zufluchtsort für neue Einwanderer, insbesondere für südindische Tamil Hindus. Neben der Wichtigkeit des Betens gewährte der Tempel diesen Einwanderern solange Unterkunft, bis sie selbst Arbeit und ein Wohnraum gefunden hatten. Das Gebäude wird alle zwölf Jahre bei einer großen Weihezeremonie komplett renoviert und erneuert. Der Sri Mariamman Tempel ist einer der meist Besuchten Sehenswürdigkeiten in Singapur. Er befindet sich auf der South Bridge Road in Chinatown und der opulente Figurenschmuck auf dem Turm über dem Eingang zeigt Gottheiten, Krieger und Blumenschmuck.

Für den Erhalt des Tempels wird, da er als ältester Zeuge der Hindugeschichte gilt, sehr viel getan. Besonders streng achtet man auf die Einhaltung der Vorschriften. Hierzu gehören das Ausziehen der Schuhe am Eingang, Rauchverbot, absolute Einhaltung der Ruhe und die Gottheiten dürfen keinesfalls berührt und abgesperrte Regionen nicht betreten werden. Das wichtigste der Gebetshalle ist der Schrein der Mariamman. Sie ist die Göttin für Schutz gegen Krankheiten. 1973 wurde der Sri Mariamman Tempel vom Preservation of Monument Board als Nationaldenkmal ernannt.