Markthalle Lau Pa Sat
Eine achteckige, gusseiserne Markthalle in Singapur nennt sich Lau Pa Sat. Es ist das letzte im viktorianischen Stil erbaute Gebäude in Südostasien. Die achteckige Form dient der Stärkung der Struktur und das Material wurde gewählt, da Gusseisen ein typisches Merkmal des viktorianischen Stils ist. Anfänglich stand der Markt, welcher ein einfaches Gebäude aus Holz war, auf Pfählen über den Gewässern der Telok Ayer Bay und wurde daher auch ursprünglich Telok Ayer Market genannt. Nachdem die Regierung das Land erworben hatte, wurde dieser 1823 in die Telok Ayer Street verlegt und 1825 wiedereröffnet. 1894 wurde der heutige Lau Pa Sat vom Stadtarchitekten James MacRitchi, entworfen. Er entwarf es in Anlehnung an den früheren Bau, des Architekten George Drumgoole Coleman, welcher 1879 abgerissen wurde.
Bis 1920 stand in der Mitte des Marktes ein Brunnen, welcher an den Markt in der Orchard Road verlegt wurde. In den frühen 1970er Jahren entstand rund um das Gebiet des Lau Pa Sat ein belebendes Geschäftsviertel mit funkelnden Wolkenkratzern. Ende der 1980er Jahre wurde Lau Pa Sat rekonstruiert und ist seit 1995 ein Food Center. Dieser Foodcourt ist bekannt für sein umfangreiches Angebot an asiatischen Speisen und ist zu einer bekannten Sehenswürdigkeit geworden. Neben der asiatischen Küche werden hier auch Speisen von Thailand, Indien und Japan angeboten. Die Kostengünstige Vielfalt an Lokalen zieht Einheimische und Touristen geradezu magisch an. Im Juli 1973 wurde der Markt zum nationalen Denkmal erklärt. Mit dem Namen Lau Pa Sat, was übersetzt "Alter Markt" bedeutet, beziehen sich die Singapurer auf den früheren Markt.
