Little India
Das Zentrum für die große indische Gemeinschaft in Singapur ist Little India. Der Hauptanziehungspunkt ist die Serangoon Road, diese beginnt bei der Rochor Canal Road und erstreckt sich weiter nach Norden bis zur Serangoon. Es entwickelte sich aus den Camps indischer Arbeitskräfte, die diese aus ihrer Heimat mitbrachten. Die erste Ziegelei, welche die Kolonialverwaltung in dieser Gegend errichten ließ, wurde um 1826 von dem Inder Naraina Pillai eröffnet.1840 begannen andere Inder das vorhandene Weideland und Wasser für die Viehwirtschaft zu nutzen. Einen ausgeprägten indischen Charakter, von welchem heute noch viel erhalten ist, hatte das Viertel um 1900. In den Jahren entwickelte sich Little India zu einer kleinen Shopping Mall. Der Duft von Gewürzen und Jasmingirlanden liegt in der Luft. Silber- und Messingware, Holzschnitzereien und Seidensaris kann man hier finden.
Little India ist vom großen Tekka Center und der Little India Passage bis hin zu den kleinen Feinkostläden voller Entdeckungen. Während des hinduistischen "Fest der Lichter" verwandelt sich das Viertel in eine Märchenwelt aus hell erleuchtenden und dekorierten Straßen. Dieses Fest findet von Oktober bis November statt. Eine Demonstration der Hindus, bei welcher sie ihre Glaubensstärke demonstrieren, ist eine Tradition, welche in den Monaten Januar/Februar stattfindet. Auch befinden sich in Little India farbenfrohe Tempel, welche sich neben Kirchen und Moscheen erheben. Wahrsagende Papageien warten in den Gassen und verlockende Duftschwaden strömen aus den Restaurantküchen.
Die wenigsten Touristen verlassen Little India ohne ein Henna-Tatoo oder einer Tasse "Teh Tarik". Das Viertel ist zu einer wahren Touristenattraktion geworden und bietet daher auch verschiedene Möglichkeiten in einem Hotel oder einer Jugendherberge, welche sich rund um das Gebiet verteilen, günstig zu verweilen.
