Chinatown
Im Jahr 1821, als die erste chinesische Dschunke aus Xiamenin ankam, entstand Singapurs Chinatown. Einen ganz individuellen Charakter haben die vier größten Bezirke, Ayer, Telok Ayer, Tanjong Pagar und Bukit Pasoh. Dominiert wird das Herz des chinesischen Viertels, welches sich in der Gegend rund um die Trengganu/Smith Street befindet, von den Fuk Tak Chi und Thian Hock Keng Tempeln. In Chinatown wird immer noch die Jahrhundert alte Traditionen gepflegt. Beispielsweise werden Gewerbe wie Holzpantoffeln und Kalligrafie noch ausgeführt und Bildnisse von Autos, Häusern und materielle Objekte, von verstorbenen, produziert, da daran geglaubt wird, dass nach der Verbrennung der Bildnisse die Verstorbenen ein besseres Leben in der Nachwelt haben. Um die traditionelle Art des Teeaufgießen zu erleben, kann man das Teehaus Yixing Xuans besuchen.
Eine der Einkaufsmeilen, ausschließlich für Lebensmittel, in Chinatown ist die Smith Street. Hausfrauen feilschen hier um die besten Erzeugnisse und beleben damit dieses Viertel. Ebenso befindet sich in Chinatown der traditionelle Nachtmarkt. Hier beleben mehr als 200 Stände den Stadtteil in der Dunkelheit und es werden unter anderem Antiquitäten und Kunsthandwerk angeboten. Zu den Wahrzeichen in Chinatown gehören mit unter die Al Abrar Moschee in der Telok Ayer Street, der Sri Mariamman Tempel in der South Bridge Road und der Nagore Durga Schrein. Diese sind jedoch nicht, wie viele glauben, chinesisch. Der Sri Mariamman Tempel beispielsweise ist hinduistisch. Besonders geprägt wird Chinatown von den Shophouses. Sie werden so genannt, da sich im unteren Teil der Laden befindet und die Besitzer den oberen Teil bewohnen. Zu den beliebtesten Shophouses gehören das Royal Peacock, das Hotel 1929 und das Berjaya Duxton Hotel, welche unter einen hohen finanziellen Aufwand umgebaut wurden.
